Leere Straßen und betrübte Stimmung

Das Thema Coronavirus kursiert seit Wochen um die ganze Welt. Doch seitdem erst die Lombardei und danach das gesamte Land Italien zur roten Sperrzone ernannt wurden, gibt es das große Erwachen in ganz Europa. China liegt so fern und die Lebensumstände in Asien sind mit Europa nicht vergleichbar, wer hätte also gedacht, dass in Europa die Ausbreitung von Covid 19 ähnliche Formen annimmt?

Die Realität hat uns belehrt, keine zu schnellen Schlüsse zu ziehen. Die Folge ist nun, dass mit dem heutigen Tag das Dekret zur Besiegung des Coronavirus in Kraft tritt, das die italienische Regierung beschlossen hat. Damit wurde u.a. die Schließung von Geschäften, Restaurants und Kaffeebars bestimmt, zusätzlich haben in Italien bereits Universitäten und Schulen den Unterricht eingestellt, Veranstaltungen werden abgesagt und private Kontakte vermieden. Wer in den Supermarkt oder zur Apotheke gehen muss, braucht sich jedoch nicht zu sorgen. Diese haben, sowie auch Tankstellen und Tabak-/Zeitungsläden, geöffnet und auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind weiterhin im Betrieb.

Mit dem Motto „Ich bleibe zuhause“ wird dringend dazu aufgerufen, das Haus nur aus Notwendigkeit zu verlassen, wie z.B. aus nachzuweisenden Gründen der Arbeit oder der Gesundheit. Zur Überprüfung der Einhaltung der Maßnahmen werden in Rom Kontrollen durch die Carabinieri durchgeführt.

Bei Ankündigung des Dekrets sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte: “Lasst uns heute getrennt bleiben, um uns morgen herzlicher zu umarmen“, eine Aussage der Hoffnung, um positiv in die Zukunft zu blicken.

Wer Rom in seinen schönsten Farben kennt, die Lebhaftigkeit der Stadt und die Ausgelassenheit der Römer, der würde die Hauptstadt Italiens in diesen Tagen nicht mehr wiedererkennen.

Die Sonne scheint und man kann die Vögel zwitschern hören, doch Rom ist wie ausgewechselt.  Die Straßen sind leer, Geschäftslokale geschlossen, es herrscht Stille im Zentrum und die Stimmung der wenigen Personen, die noch in der Stadt unterwegs sind, ist sehr betrübt.

Auch ich bleibe zuhause und trage damit meinen kleinen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus bei, in der Hoffnung, dass durch die aktuellen Maßnahmen und die Mithilfe der Bevölkerung weltweit alle betroffenen Länder bald wieder aufatmen und sich an der „Normalität des Lebens“ erfreuen können.